{"id":7132,"date":"2016-07-11T15:20:30","date_gmt":"2016-07-11T13:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gwr.co.at\/?p=7132"},"modified":"2016-08-02T15:20:53","modified_gmt":"2016-08-02T13:20:53","slug":"neues-signatur-und-vertrauensdienstegesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gwr.co.at\/?p=7132","title":{"rendered":"Neues Signatur- und Vertrauensdienstegesetz"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Signaturrichtlinie wurden zwar gemeinschaftliche Rahmenbedingungen f\u00fcr elektronische Signaturen festgelegt, ohne aber einen umfassenden grenz- und sektoren\u00fcbergreifenden Rahmen f\u00fcr sichere und einfach zu nutzende elektronische Transaktionen zu schaffen. Die Signaturrichtlinie beschr\u00e4nkte sich vielmehr auf den Bereich elektronischer Signaturen und die Umsetzungs- und Anwendungspraxis der Mitgliedstaaten zeigt sogar dort einige Defizite. Der Bereich der elektronischen Identifizierung blieb bislang unionsrechtlich ungeregelt, auch eine gegenseitige Anerkennung der national etablierten elektronischen Identifizierungsmethoden auf rechtlicher Ebene fehlte bisher.<\/p>\n<p>Mit der EU Verordnung \u00fcber elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste f\u00fcr elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Signaturrichtlinie (eIDAS-VO) soll nunmehr eine<strong> gemeinsame Grundlage f\u00fcr eine sichere elektronische Interaktion zwischen B\u00fcrgern, Unternehmen und \u00f6ffentlichen Verwaltungen<\/strong> geschaffen und die Effektivit\u00e4t \u00f6ffentlicher und privater Online-Dienstleistungen und des elektronischen Gesch\u00e4ftsverkehrs in der Union erh\u00f6ht werden. Zudem wird der Bereich der elektronischen Identifizierung und eine gegenseitige Anerkennung der nationalen eID unter bestimmten Bedingungen angesprochen.<\/p>\n<p>Die eIDAS-VO ist unmittelbar anwendbar; ihre Durchf\u00fchrung erfordert aber eine Anpassung jener innerstaatlichen Gesetze, die die Themen elektronische Identifizierung (E-GovG) und elektronische Signaturen (SigG) derzeit regeln. In diesem Zusammenhang wird das SigG aufgelassen und ein <strong>neues Signatur- und Vertrauensdienstegesetz (SVG)<\/strong> erlassen.<\/p>\n<p>Die legistischen Anpassungen in Hinblick auf die Interoperabilit\u00e4t des \u00f6sterreichischen elektronischen Identifizierungssystems und Anerkennung elektronischer Identifizierungsmittel anderer Mitgliedstaaten sind nicht Teil der vorliegenden Novelle und sollen zeitnahe in einem gesonderten legistischen Vorhaben vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Banken konnten schon derzeit \u00fcblicherweise mittels AGB vereinbaren, dass Auftr\u00e4ge grunds\u00e4tzlich schriftlich zu erteilen sind \u2013 mit Ausnahme von anderen vereinbarten Kommunikationsmitteln zB der Zeichnung mit TAN beim OnlineBanking.<\/p>\n<blockquote><p>Das neue Signatur- und Vertrauensdienstegesetz sieht daher nun vor, dass bei Rechtsgesch\u00e4ften zwischen Unternehmern und Verbrauchern entweder im Einzelnen ausgehandelt werden muss, dass eine qualifizierte elektronische Signatur das Erfordernis der Schriftlichkeit nicht erf\u00fcllt, oder \u201emit dem Verbraucher eine andere vergleichbar einfach verwendbare Art der elektronischen Authentifizierung vereinbart\u201c werden muss.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die gegenw\u00e4rtig bei Onlinebanking-Angeboten \u00fcbliche Zeichnung mit TAN wird als \u201evergleichbar einfache\u201c Methode der Authentifizierung angesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Signaturrichtlinie wurden zwar gemeinschaftliche Rahmenbedingungen f\u00fcr elektronische Signaturen festgelegt, ohne aber einen umfassenden grenz- und sektoren\u00fcbergreifenden Rahmen f\u00fcr sichere und einfach zu nutzende elektronische Transaktionen zu schaffen. 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